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Samstag

17:30 Der jüngste Bukowskispross wuselt schon den ganzen Nachmittag durch die Wohnung, stellt Stühle auf den Balkon, verstaut Wertgegenstände, hängt Regale ab und schmiert Schnittchen. Ab 20 Uhr klingeln im Halbstundentakt jugendlich verschlodderte Horden von zwei bis fünf Heranwachsenden an ihrer Tür, bevölkern die Wohnung und werden laut.

Gegen 00:30 ist die Party so überlaufen, dass ihre Gäste vom Balkon und aus den Fenstern quellen. Einige liegen schon im Vorgärtchen herum oder pflücken Blumen. Fünfzehn müsste man noch mal sein. Allerdings deuten Julias verzweifelten Gesten immer mehr auf den Kontrollverlust des Gastgebers hin, der sich nichts sehnlicher wünscht als Ruhe.

1:10 auch den direkten Nachbarn ist das Partygekreische langsam lästig genug um die Polizei zu rufen. Es ist ca. 30 min lang etwas leiser und dann scheppert es wieder im Hinterhof, so dass es in der ganzen Sternstraße widerhallt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass nur das beherzte Eingreifen einer großen Schwester oder das Versiegen der alkoholische Quellen diesem Trauerspiel ein Ende setzen kann.

Die aufgehende Sonne schickt dann die letzten Nachteulen gegen 3:50 zurück in ihre eigenen Nester.

24.6.07 04:35

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